Krisen: Prävention & Kommunikation

Krisenkommunikation

 

Verschiedene aktuelle Beispiele zeigen, dass persönliche Krisen die Karriere und den Ruf einer Person schnell zerstören können. Häufig liest man vom «tiefen Fall». Wir sind der Meinung, dass die Krise mit zielgerichteten und strategisch geplanten Massnahmen zur Krisenprävention eingedämmt und der tiefe Fall vermieden werden kann. Unsere fünf goldenen Regeln der Krisenkommunikation lassen sich auch auf persönliche Krisen übertragen. Nur: Da stets Skandale wie Korruption, Veruntreuung oder Affären der Auslöser dieser Krisen sind, gehen sie den Betroffenen und deren Familien häufig persönlich sehr nahe. Ist jemand mit einer persönlichen Krise Teil eines Unternehmens, kann sich die Krise auch auf dieses übertragen. In diesem Fall sprechen wir von einem «Spill-Over-Effekt». Um diesen zu vermeiden, müssen sich Unternehmen und Institutionen klar von privaten Krisen unternehmensnaher Personen abgrenzen, indem sie öffentlich Stellung beziehen.

 

Stringente und konsistente Botschaften, die schnell über die Kanäle mitgeteilt werden, sind das A und O bei jeder Krise. Doch auch der Zeitpunkt ist entscheidend. Zeichnet sich ab, dass das Vertrauen zu sehr geschädigt ist, um einen Posten weiter auszuüben, gilt: Lieber in Würde zurücktreten, Verantwortung übernehmen und Kernbotschaften kommunizieren als untergehen. Die Karten kommen auf den Tisch und Fehler werden eingestanden. Genauso soll aber Unschuld, wenn sie vorliegt, kommuniziert werden. Ebenfalls wichtig: Ein Rücktritt oder eine Kündigung sind nicht automatisch ein Schuldeingeständnis. Sich im richtigen Moment zurückzuziehen, kann auch bedeuten, dass man die Konsequenzen aus einer Situation zieht – was von grossem Verantwortungsbewusstsein zeugt.

 

In der Bilanz geben wir unsere Einschätzung zu den aktuellsten Personen-Krisen ab und äussern uns zur strategischen Kommunikation in der Krise. Lesen Sie den Artikel hier: Rücktritt mit Umwegen